Für uns ist die digitale Verwaltung von Schulgeldern ein wichtiger Schritt, um Lehrkräfte zu entlasten und administrative Prozesse an Schulen zu modernisieren. Mit der Einführung der Schulgirokonten hat das Land zwar eine rechtssichere Grundlage geschaffen, doch die praktikable digitale Umsetzung steht noch aus. Deshalb haben wir – Katharina Binz und Pia Schellhammer – eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, wie es um die Zukunft der Software „Klassengeld“ bestellt ist, die aktuell an 231 Schulen in Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Pilotphase getestet wird.
Wir haben konkret nach den Erfahrungen mit der Software, den Schlussfolgerungen aus der Pilotphase, der zukünftigen Finanzierung sowie den Plänen für eine flächendeckende Einführung gefragt. Besonders wichtig war uns, bis wann die Schulen Klarheit über den weiteren Einsatz erhalten und welche Unterstützungsmaßnahmen die Landesregierung für die digitale Verwaltung von Schulgeldern plant.
Das Ministerium für Bildung antwortete, dass die Software Verwaltungsprozesse vereinfacht und beschleunigt, was zur Entlastung von Lehrkräften beiträgt. Erste Rückmeldungen der Schulen fallen positiv aus, insbesondere wegen der transparenten Nachverfolgung von Zahlungsständen und der nutzerfreundlichen Auswertungsfunktionen. Eine abschließende Bewertung sei jedoch erst nach Abschluss der Pilotphase im September 2026 möglich. Danach werde die Landesregierung über den künftigen Einsatz entscheiden und die Schulen informieren. Aktuell stehe die Software allen Schulformen in öffentlicher und privater Trägerschaft offen. Als Unterstützung erhalten die Schulen FAQs, direkte Beratung sowie Zugang zum Support für „Klassengeld RLP“.
Dass die Landesregierung die Schulen bis zum Ende der Pilotphase im Unklaren lässt, ist nicht hinnehmbar. Die positiven Erfahrungen zeigen, dass die Software einen echten Mehrwert bietet. Wir fordern, dass die Landesregierung zeitnah eine klare Entscheidung trifft und die Finanzierung sowie flächendeckende Einführung von „Klassengeld“ sichert. Die Schulen brauchen Planungssicherheit, um die digitale Verwaltung von Schulgeldern nachhaltig umsetzen zu können.