Künstliche Intelligenz: Land braucht dringend eine eigene Strategie

Mit der Antwort der Landesregierung auf zwei Kleine Anfragen der Parlamentarischen Geschäftsführerin der GRÜNEN Landtagsfraktion, Pia Schellhammer, liegt erstmals ein Überblick über die Aktivitäten des Landes auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz vor. Dazu erklärt Pia Schellhammer:

„Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Rheinland-Pfalz hat mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern sowie mit den weiteren Forschungseinrichtungen insbesondere in Kaiserslautern und Mainz eine hervorragende Ausgangsbasis, um bei der Forschung zur Künstlichen Intelligenz eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das Thema Künstliche Intelligenz muss entsprechend auch auf Landesebene strukturiert angegangen werden in einer eigenen „Strategie Künstliche Intelligenz“. Für uns ist wichtig, dass die Potenziale von Künstlicher Intelligenz im Land genutzt werden, aber auch diskutiert wird, wie mit Risiken etwa im Hinblick auf den Datenschutz oder Diskriminierung umgegangen werden soll. Rund um diese Fragen ist jetzt eine breite gesellschaftliche Diskussion notwendig.

Wir GRÜNEN wollen die Potenziale der Künstlichen Intelligenz für Mensch und Umwelt nutzen. Künstliche Intelligenz eröffnet enorme Möglichkeiten, um Ressourcen zu schonen und den Klimaschutz voranzubringen. Bei der Förderung intelligenter Netze, aber auch im Bereich der Forstwirtschaft, ist das Land bereits sehr aktiv. Die Landesregierung muss die vorhandenen Ansätze ausbauen, sie zum Standard machen und den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Sinne der Nachhaltigkeit auch auf weitere Handlungsfelder ausweiten, etwa den Bereich der Mobilität.

Dabei ist es besonders wichtig, dass Wirtschaft, Politik und Verwaltung sich regelmäßig mit der Wissenschaft austauschen und unmittelbar von den neuesten Forschungsergebnissen profitieren können. Der Blick über den Tellerrand und eine europäische Perspektive, nicht zuletzt in der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern von Rheinland-Pfalz, dürfen dabei nicht fehlen.“

Die beiden Kleinen Anfragen sowie die Antworten der Landesregierung finden Sie unter folgenden Links:

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