Erinnerung wachhalten, Demokratie stärken: Pia Schellhammer, PGF der Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz und Misbah Khan, MdB und stv. Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen setzen sich gemeinsam für den Erhalt von Projekten in der Gedenkstätte KZ Osthofen ein

Osthofen – Anlässlich des Besuchs der Gedenkstätte des KZ Osthofens erklären Pia Schellhammer und Misbah Khan (MdB), dass die Förderung von Projekten des Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ für Projekte in der Gedenkstätte erhalten bleiben muss. Neue Förderrichtlinien für „Demokratie leben!“, die von der schwarz-roten Bundesregierung veröffentlicht wurden, drohen vielen Projekten mit Kürzungen. „Demokratieförderung ist kein Projekt wie jedes andere, denn wir wissen: Wenn diese Arbeit wegbricht, dann entsteht ein Vakuum, und dieses Vakuum wird gefüllt von Rechtsextremisten“, erklärt Khan im Bundestag.

In der Gedenkstätte geht es um die Bedeutung der Aufarbeitung der NS-Verbrechen für die heutige Gesellschaft, aktuelle Herausforderungen der Gedenkarbeit und die Rolle von Bildung im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Die Gedenkstätte Osthofen ist ein zentraler Ort der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz. Sie zeigt auch die Verantwortung auf, die uns heute trifft: „Die Aufarbeitung der NS-Zeit muss lebendig bleiben – in Schulen, in der politischen Bildung und im öffentlichen Diskurs“, betont Pia Schellhammer MdL, die auch seit Jahren im Förderverein Projekt Osthofen e.V. engagiert ist. „Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Narrative wieder an Boden gewinnen, braucht es starke Signale für eine Kultur des Erinnerns.“

Bei dem Besuch in Osthofen wird es daher auch um die Finanzierung und staatliche Unterstützung der Gedenkarbeit gehen. Die Einrichtung wird gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung RLP und dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. getragen. Einzelne Projekte werden von dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt – ein Modell, das Misbah Khan, MdB als „vorbildlich für bundesweite Zusammenarbeit“ bezeichnet: „Gedenkstätten brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um ihre wichtige Arbeit leisten zu können. Der Bund muss hier seiner Verantwortung gerecht werden.“

Die beiden Abgeordneten aus Bund und Land erklären gemeinsam „Für uns sind die Lehren aus unserer Vergangenheit klar: Demokratie und Menschenrechte müssen jeden Tag verteidigt werden. Gegen den Versuch der extremen Rechten, die NS-Vergangenheit zu relativieren, setzen wir auf Aufklärung. Das aktuelle Projekt der Gedenkstätte „Einige waren Nachbarn“ muss weiter vom Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gefördert werden. Wir machen deutlich: Gedenkarbeit ist besonders wichtig für junge Menschen, die sich heute mit Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit auseinandersetzen. Die Bundesregierung darf diese Förderprogramme nicht streichen.“

Pressemitteilung, 23.10.2026