Für mich ist die faire Bezahlung von Lehrkräften ein zentrales Anliegen, denn nur so können wir den Grundschuldienst attraktiv halten und dem Fachkräftemangel begegnen. Vor diesem Hintergrund habe ich gemeinsam mit Katharina Binz eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, wie es um die im Koalitionsvertrag vereinbarte stufenweise Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften auf A 13 steht. Während andere Bundesländer bereits konkrete Schritte einleiten, fehlt es in Rheinland-Pfalz an klaren Aussagen.
Konkret habe ich nach dem Zeitplan, den jährlichen Mehrkosten, der Betroffenenzahl sowie den Auswirkungen auf Funktionsstellen und die Gewinnung von Lehrkräften gefragt. Besonders wichtig war mir, wie die Landesregierung Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Bundesländern vermeiden will.
Das Ministerium für Bildung antwortete, dass die konkrete Ausgestaltung noch einer detaillierten Planung bedürfe. Verlässliche Aussagen zu Zeitplan oder finanziellen Auswirkungen könnten daher noch nicht gemacht werden. Aktuell sind rund 11.000 Grundschullehrkräfte (teilweise in Teilzeit) und 2.100 Anwärter:innen betroffen. Eine Anhebung auf A 13 würde aufgrund des Abstandsgebots eine Anpassung einzelner Funktionsstellen erfordern. Die Attraktivität des Grundschuldienstes werde zwar steigen, doch bisher seien keine Wettbewerbsnachteile aufgetreten.
Dass die Landesregierung hier keine klaren Zeitpläne oder Kostenaufstellungen liefert, ist nicht hinnehmbar. Warum werden die im Koalitionsvertrag vereinbarten Schritte nicht zügig umgesetzt? Die unklare Perspektive für Grundschullehrkräfte unterstreicht: Wir brauchen transparente und verbindliche Pläne, um im bundesweiten Vergleich nicht weiter zurückzufallen. Ich bleibe dran.
Die Kleine Anfrage findest du hier und hier geht es zur Antwort der Landesregierung.