AWO Guntersblum besucht Landtag in Mainz

Blümchen für die Abgeordneten: die AWO Guntersblum mit Kathrin Anklam-Trapp und Pia Schellhammer vor dem Eingang zum Landtag am 28.05.2015

Blümchen für die Abgeordneten: die AWO Guntersblum mit Kathrin Anklam-Trapp und Pia Schellhammer vor dem Eingang zum Landtag am 28.05.2015

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp (SPD) und Pia Schellhammer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) war am Donnerstag, den 28. Mai, die AWO Guntersblum zu Gast im Landtag Rheinland-Pfalz.

Von der Besuchertribüne aus wurde zunächst die Plenarsitzung des Landtags live verfolgt und spannende Debatten mit angehört, bevor es eine Überraschung gab. Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßte die Besuchergruppe persönlich und nahm sich Zeit für Fragen. Im anschließenden Gespräch mit den beiden Landtagsabgeordneten zeigte sich, dass den Besucherinnen und Besuchern vor allem aktuelle Themen unter den Nägeln brannten.

Rechtsextremes Gedankengut sei leider noch immer in der Gesellschaft weit verbreitet, erwähnte ein Teilnehmer, und wollte wissen, was die Landesregierung dagegen unternehme. Die GRÜNE Landtagsabgeordnete Pia Schellhammer erläuterte, dass durch zahlreiche Präventionsprogramme wie z.B. „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ rechtsextremen Einstellungen entgegengewirkt wird, diese erreichen zehntausende Schülerinnen und Schüler. Auch gebe es ein Aussteigerprogramm für Menschen, die der rechten Szene den Rücken kehren wollen und nicht zuletzt griffen auch die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden hart gegen rechte Netzwerke durch. Ihre Kollegin Kathrin Anklam-Trapp führte an, dass es auch auf der lokalen Ebene wichtig sei, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Sie betonte, dass nicht nur das Gedenkstättenprojekt KZ Osthofen eine außerordentliche Arbeit leiste, sondern auch die Bewerbung der Schum-Städte als UNESCO Weltkulturerbe die jüdische Geschichte der Region würdige.

Auch das Thema Verkehr wurde angesprochen. Die B9 könne im von Zuzug geprägten Rheinhessen nicht mehr endlos ansteigenden Verkehr aufnehmen, merkte einer der Besucher an. Die beiden Landtagsabgeordneten betonten, dass seit dem Fahrplanwechsel 20 Prozent mehr Zugverbindungen auf der Rheinschiene fahren. Außerdem gäbe es Überlegungen, die Rheinhessenstraße auszubauen, um Pendlerinnen und Pendlern, die nach Mainz fahren, eine Alternative zu bieten. Zudem sei auch Car-Sharing und eine Vereinheitlichung der Preise und Fahrpläne bei den Verkehrsverbünden eine Lösung.

Bevor es auf Einladung der beiden Abgeordneten zum Abendessen ins Restaurant „Delphi“ ging, wurde auch das Thema Asyl und Integration angesprochen. Zwei Mitglieder der Gruppe – selbst Asylbewerber – überreichten den Abgeordneten dazu ein eigens angefertigtes Schreiben.

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