Abgelaufenes Fleisch in der Schulkantine

Quelle: Marianne J.,  pixelio.de

Quelle: Marianne J., pixelio.de

Im März ist bekannt geworden, dass Putenfleisch an mehr als 20 Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in Ingelheim ausgegeben wurde, bevor vom Personal entdeckt wurde, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum um zwei Jahre überschritten wurde. Glücklicherweise zeigte keineR der betroffenen SchülerInnen anschließend Gesundheitsbeschwerden. Das Essen kam von dem größten rheinland-pfälzischen Schulcaterer, der im Land rund 75 Schulen beliefert.

Die rheinhessische Landtagsabgeordnete Pia Schellhammer und weitere Abgeordnete der GRÜNEN Landtagsfraktion stellten daraufhin der Landesregierung die kritische Anfrage zu den Ursachen und Konsequenzen des Vorfalls. Eine weitere drängende Frage war, wie das Land aus verbraucherpolitischer Sicht die Bewirtung in Schulkantinen mit Fertiggerichten von Schulcaterern im Vergleich zu frisch gekochten und regional erzeugten Produkten bewertet würde.

Die Landesregierung beantwortete die Anfrage. Es sei eine Verkettung unglücklicher Umstände, die zu diesem Vorfall führte. Zwei vorgesehene Kontrollen, im Betrieb und bei der Auslieferung, wurden nicht durchgeführt. Bei Kontrollen der zuständigen Behörden wurden drei weitere Fälle von Lebensmittelhygienemängel entdeckt und beseitigt. Der Firma wurde seitens der Kreisverwaltung nun eine weitere Mitarbeiterschulung auferlegt.

Es sei außerdem Ziel der Landesregierung, dass in der Gemeinschaftsverpflegung möglichst viele regionale und ökologisch erzeugte Produkte verwendet werden. Zur Erreichung dieses Ziels habe das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten die Initiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ gestartet.

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