Aktuelles aus dem Landtag: Medienangebot für Jugendliche nötig!

Pixelio.de  Gerd Altmann

Pixelio.de Gerd Altmann

Geht es um Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, stellt man schnell fest: hier besteht ein Mangel. Das Angebot des KIKA´s deckt nur die ganz junge Generation ab. Dann folgt für die mittlere Generation ZDFneo und für die älteren Generationen die Haupt-, sowie die Dritten Programme. Damit fehlt eindeutig das zur öffentlichen Meinungsbildung notwendige Medienangebot für Jugendliche. Auch diese Generation trägt zur Finanzierung und gesellschaftlichen Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland bei.

Wir als GRÜNE Fraktion fordern daher gemeinsam mit der SPD in unserem Antrag „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland braucht ein Angebot für junge Menschen“ ein trimediales Jugendangebot, das nicht nur den klassischen Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), sondern auch die neuen Medien (Internet) abdeckt.ARD, ZDF und Deutschlandradio sollen nun ein schlüssiges und tragfähiges Konzept für ein trimediales Jugendangebot vorlegen, in das diese Generation auch in Zukunft aktiv und beratend einbezogen wird. So wollen wir die Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sicherstellen und gleichzeitig für die Konkurrenz mit dem privaten Sektor wappnen.

Das Angebot wollen wir aufkommensneutral finanzieren, indem eine Neuordnung der Spartenkanäle von ARD und ZDF angestrebt wird. Die Landesregierung wird aufgefordert, in den Verhandlungen mit anderen Ländern auf die Beauftragung eines entsprechenden Angebots hinzuwirken und eine Änderung des Rundfunkstaatsvertrags herbeizuführen. Vieles deutet allerdings darauf hin, dass in der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz insbesondere die unionsgeführten Länder (Sachsen und Bayern) blockieren. Ein Online-Sender als Trostpflaster wäre aber bei weitem nicht ausreichend, wie das Beispiel des britischen Jugendsenders BBC3 zeigt. Der erfolgreiche Sender sollte in einen Online-Sender umgewandelt werden, woraufhin es starke Proteste hagelte. Denn Fernsehen ist trotz Internet für 97% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein wichtiges Medium.

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