Sonderplenarsitzung: Zeitzeuge berichtet von Verfolgung

sonnenblume traurigAnlässlich des Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus fand wie in jedem Jahr  am 27.1.2014 eine Sonderplenarsitzung im Landtag statt. Der Landtagspräsident, die MinisterInnen, die Abgeordneten, die Ministerpräsidentin und viele Gäste hörten einem der Opfer des Nationalsozialismus, Heinz Hesdörffer aus Bad Kreuznach, bei seiner Erzählung aus der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte zu. Der mittlerweile 90-jährige Heinz Hesdörffer ist immer wieder zu Besuch in Schulen und Kirchengemeinden, um dort seine Geschichte zu erzählen und zu helfen, dass die Zeit des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerät. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, erschien 1998 sein Buch „Bekannte traf man viele – Aufzeichnungen eines deutschen Juden aus dem Winter 1945/1946“. Ebenso drehte der Holocaustüberlebende Heinz Hesdörffer mit zwölf Jugendlichen aus dem Kirchenkreis An Nahe und Glan den bewegenden Dokumentarfilm „Schritte ins Ungewisse“. Hintergrund: Heinz Hesdörffer wurde 1923 in Bad Kreuznach geboren. Seine Mutter, sein Bruder und sein Onkel wurden im KZ ermordet. 1939 konnte der Jugendliche Heinz Hesdörffer in das damals noch unbesetzte Holland fliehen. 1943 wurde auch er deportiert. Er überlebte sechs Konzentrationslager und einen Todesmarsch. Nach seiner Befreiung ging er zunächst ins Ausland. Seit ein paar Jahren lebt er in Frankfurt in einem Seniorenheim und wirkt sehr engagiert als Zeitzeuge. Mit dem von ihm gegründeten „Bildungswerk Heinz Hesdörffer e.V.“ möchte er junge Menschen dabei unterstützen, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen und zukünftiges Unrecht an jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu unterbinden. Edit: Pia dankt ihren beiden Praktikantinnen Pauline & Nathalie für diesen Bericht über den Gedenktag.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel