Besuch der Gedenkstätte KZ Osthofen

Pia Schellhammer besucht mit der GRÜNEN Jugend am 27.1.2014 die Gedenkstätte des KZ Osthofen

Pia Schellhammer besucht mit der GRÜNEN Jugend am 27.1.2014 die Gedenkstätte des KZ Osthofen

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags besuchte Pia Schellhammer gemeinsam mit Mitgliedern der GRÜNEN JUGEND und der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV) die Gedenkstätte KZ Osthofen. Ein Mitarbeiter der Gedenkstätte präsentierte der Gruppe historische Fotografien über die Geschichte des Osthofener KZs aus der Zeit des NS-Regimes. So erarbeiteten sich die TeilnehmerInnen viel Wissen über den Nationalsozialismus in der Region Rheinhessen. Welche Motivation hatten die Täter aus der Region? Zu welchen Arbeiten wurden die Häftlinge gezwungen? Zu welchem Zweck wurde die Gewalt systematisch ausgeübt?

Auffallend war, dass die Nazis manchen Menschengruppen ganz schleichend ihre Rechte genommen hatten und sie diffamierten – damals schwieg die Bevölkerung aus Angst und mangelnder Zivilcourage. Während der anschließenden Führung durch das Lager wurde den TeilnehmerInnen klar, dass es auch heute Vorfälle gibt, bei denen früh Widerstand laut werden sollte. Beispielsweise sollten wir EinwandererInnen in unserem Land willkommen heißen und ihnen Chancengleichheit ermöglichen. Die Gedenkstätte in Osthofen (1986 errichtet) appelliert als Außenstelle der „Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz“ an Menschen, das historische Unrecht nicht zu vergessen und aus der Geschichte für den heutigen Widerstand gegen Neonazismus und Ausländerfeindlichkeit zu lernen.

Hintergrund: In das Konzentrationslager wurden 1933/34 Häftlinge eingeliefert, die aufgrund politischer Aktivitäten in linken Parteien oder Organisationen verhaftet wurden. Wichtig ist es dem „Förderverein Projekt Osthofen e.V.“, zu betonen, dass kein Insasse ums Leben gekommen sei. Jedoch dürfen die Demütigungen dort nicht unterschätzt werden, da das Leben der Häftlinge durch Folter und miserable Hygienebedingungen wie auch der unzureichenden Bereitstellung von Grundbedürfnissen langfristig beeinträchtigt wurde. Die NSDAP errichtete das Lager zu Propagandazwecken. Es war ein langer Weg für den Gemeinderat die Gedenkstätte zu errichten, da die Bürger auch heute noch durch die damalige Propaganda beeinflusst sind.

Seit knapp 30 Jahren werden zahlreiche Führungen für unterschiedliche Gruppen angeboten, um die Wichtigkeit des Themas immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Edit: Pia dankt ihren beiden Praktikantinnen Nathalie & Pauline für diesen Bericht über den Besuch der Gedenkstätte.

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