Anerkennung und Dank für Thomas Hitzlsperger

Regenbogen Regenschirm Queer

Quelle: knipseline, pixelio.de

Zum Outing des ehemaligen DFB-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger erklären Nils Wiechmann, sportpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz, und Pia Schellhammer, queerpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

Heute ist ein bedeutender Tag für den Fußball und für die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft. Gerade im Männerfußball ist Homophobie leider nach wie vor weit verbreitet. Trotz verstärkter Kampagnen des DFB gegen Homophobie hat sich bisher kein aktiver Fußballprofi zu einem Outing in der Lage gesehen. Thomas Hitzlsperger geht diesen mutigen Schritt nun unmittelbar nach seinem Karriereende und gibt der Homosexualität im Fußball ein prominentes Gesicht. Dafür gebührt ihm große Anerkennung und Dank. Hitzlspergers Outing zeigt einerseits, dass sich die Haltung in unserer Gesellschaft und auch im Sport gegenüber gleichgeschlechtlicher Sexualität bereits stark gewandelt hat und ein solcher Schritt möglich ist. Andererseits macht die Tatsache, dass er sich erst nach Karriereende dazu entschlossen hat, deutlich, dass wir noch ein großes Stück auf dem Weg zu mehr Toleranz vor uns haben.

In Rheinland-Pfalz werben wir mit der Aufklärungskampagne ‚Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen‘ und der Unterstützung des Projekts SchLAu RLP (Schwul Lesbische Aufklärung in Rheinland-Pfalz) für mehr Akzeptanz gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, intersexuellen, transsexuellen und transidenten Menschen. Es ist gut, dass mit Thomas Hitzlsperger nun auch ein prominenter Sportler sich zu dieser Gruppe bekennt und damit anderen die Akzeptanz erleichtert. Mit Blick auf die bevorstehende olympischen Spiele in Sotschi wünschen wir uns diese zunehmende Akzeptanz auch für Menschen in anderen Staaten, wo ein solcher Schritt wie der von Thomas Hitzlsperger noch lebensgefährlich wäre.“

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel