Pia besucht Schulen in Alzey

Pia am 8.11. im Elisabeth-Länggäser-Gymnasium Alzey

Pia am 8.11. im ELG  Alzey

Im Rahmen des landesweiten „Schulbesuchstags“ am 08. November hat Pia Schellhammer,  rheinhessische Abgeordnete  und demokratiepolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz, das Elisabeth-Langgässer Gymnasium Alzey und die Gustav-Heinemann-Realschule Plus Alzey besucht. Der Besuchstag findet stets am oder um den 09. November statt. Dieser Tag bietet sich für die Besuche deshalb an, weil er drei historische Daten in sich vereint. Am 09. November 1918 rief Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik aus. Mit dem 09. November 1989 hingegen ist der Fall der Berliner Mauer verbunden. Mittelpunkt des Schulbesuchstags bildet jedoch die Beschäftigung mit den Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft, der unter anderem am 09. November 1938 in der Reichspogromnacht seinen Ausdruck fand. Der Besuchstag ist Anlass, mit den Schülerinnen und Schülern über das ins Gespräch zu kommen, was unsere Gesellschaft zusammenhält und uns schützt vor neuerlichen Gräueltaten: Demokratie, Engagement und Beteiligung.

Im Mittelpunkt der teils leidenschaftlich geführten Debatten mit den Jugendlichen standen dieses Jahr überwiegend die Themen Datenschutz und E-Partizipation: Wieso dürfen „die“ USA unser Kanzleramt und den Bundestag ausspähen? Warum machen „die“ das überhaupt? Wie kann man Snowden unterstützen? Wie kann jedeR sich vor Übergriffen schützen?  Wie könnten die technischen Möglichkeiten zum Wohle aller genutzt werden? Was bedeutet das für E-Partizipation? Die SchülerInnen waren kaum zu bremsen, sie wollten ganz genau wissen, wie eine „echte“ Politikerin dazu steht.

Pia Schellhammer stellte klar, dass die Ausspähung unserer Regierungsorgane durch die USA äußerst problematisch sei. Hier sei eine eklatanter Vertrauensbruch entstanden, der die langjährigen kooperative Beziehung negativ beeinflusse. Nun müsse durch konstruktive Gespräche geklärt werden, wie solche Abhöraktionen nicht nur für Frau Merkel, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger unterbunden werden können. „Ich habe den größten Respekt vor Edward Snowden, der durch seine selbstlose Aktion das Ausmaß der Abhörmaßnahmen veröffentlicht hat.“, so Pia Schellhammer.

Sie freute sich, dass die SchülerInnen den Abhörskandal so ernst nehmen und sensibel auch für ihre eigene Daten und die Nutzung des Internet sind. So konnte sie auch erklären, dass die Möglichkeiten der E-Partizipation für die Artikulation von Interessen durchaus sinnvoll seien, dass durch die technische Anfälligkeit unserer Systeme aber weitergehende Beteiligung wie z.B. Wahlen im Internet noch nicht umsetzbar wäre.

Außerdem waren die SchülerInnen natürlich daran interessiert, wie eine Politikerin arbeitet. Sie stellten die Frage, wie sie wahrgenommen wird, als Politikerin, die authentisch bleibt in der Abwägung aller Sachfragen. Und hier forderten die SchülerInnen auch immer wieder ihre Meinung ein. Pia Schellhammer hierzu abschließend: „Für mich ist das rege und kritische Interesse der Jugendlichen an dem Thema „Schutz der Privatsphäre“ eine Bereicherung. Diese Rückmeldungen motivieren mich einmal mehr für meine Arbeit im Parlament.“

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