Naturschutz gegen Rechtsextremismus – Broschüre erschienen!

Auf den ersten Blick haben Naturschutz und Rechtsextremismus nicht viel gemeinsam. Oftmals verwenden rechte Parteien aber Naturschutzargumente, um Menschen zu ködern, denen die Umwelt am Herzen liegt. Mit der Broschüre „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ informiert das rheinland-pfälzische Umweltministerium über die scheinbar seriösen Naturschutzargumente rechter Organisationen und Parteien. Vordergründig haben auch die NPD, die DVU, oder andere rechte Gruppierungen Interesse am Umweltschutz. Erst bei genauerer Betrachtung bemerkt man deren rechtspopulistische oder rechtsextreme Hintergedanken. Die vom Umweltministerium herausgegebene Broschüre informiert detailliert, sie hilft, sich gegen die Scheinargumente rechter Gruppierungen zu wappnen und liefert zusätzliche Gegenargumente.

 „Rechtsextreme nehmen Naturschutzargumente, die auf die Erhaltung der heimatlichen Tier- und Pflanzenwelt, der Landschaft und Heimat zielen [..] auf, [damit] Naturschutzakteurinnen und -akteure [..] sich nun plötzlich ungewollt in Übereinstimmung mit Programmpunkten rechtsextremer Parteien [befinden].“

 -Auszug aus der Broschüre „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“-

Mit der Aussage „Biologen schlagen Alarm und stellen eine Invasion fremder Arten auf Europa fest“ versucht beispielsweise die NPD von der Notwenigkeit einer Trennung von heimischen und fremden Pflanzenarten zu überzeugen. Die Natürlichkeit der ständigen Veränderung von Lebensräumen im Zuge der Evolution wird dabei wissentlich verschwiegen. Betont wird nur die Bedrohung durch angeblich fremde Arten. So wird durch die Bezugnahme auf die Pflanzenwelt ein fremdenfeindliches Bild vermittelt, das sich erst auf den zweiten Blick entlarven lässt, weil es unter dem Deckmantel der Botanik steckt und nicht direkt auf den Menschen Bezug nimmt.

Auch mit der Stellungnahme, dass „dem Naturschutz [..] wirtschaftliche Interessen untergeordnet werden [müssen]“, versucht die NPD Natur- und UmweltschützerInnen für sich zu gewinnen. Erneut wird durch bewusste Auslassungen manipuliert. Denn die Institution, die nach dem Willen der rechten Partei Naturschutzinteressen verteidigen soll, wäre ein diktatorischer Staat. Diese Konsequenz fällt auf den ersten Blick nicht auf, wäre allerdings die klare Folge der Forderung.

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