Internationaler Tag gegen Rassismus

Quelle: Gerd Altmann_pixelio.deZivilcourage zeigen, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegentreten –  Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März erklären für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz Pia Schellhammer, Sprecherin für Strategien gegen Rechts, und Anne Spiegel, Sprecherin für Integration:

„Wir begrüßen den von der Türkischen Gemeinde Deutschland initiierten Aktionstag und die damit verbunden bundesweiten Aktionen ausdrücklich. Wir müssen uns immer wieder mit dem Problem des Rassismus in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Denn die rechtsextremistische Mörderbande NSU ist leider nur die extreme Variante der rechtspopulistischen Vorstellungen, die unsere Gesellschaft durchziehen.

Bei 20 Prozent der Deutschen ist ein latenter Antisemitismus zu finden, das macht der Antisemitismusbericht der Bundesregierung deutlich, der im Januar veröffentlicht wurde. Diese Zahlen sind leider nicht neu. Die jährlich erscheinende Studie „Deutsche Zustände“ der Universität Bielefeld beschreibt immer wieder das erschreckend hohe Ausmaß an gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die sich gegen Juden, Muslime, Behinderte, Geringverdiener und andere Gruppen richtet.

An diese Vorurteile müssen wir ran, um Rechtsextremisten wie der NSU den Nährboden zu entziehen. Und jeder von uns kann einen Beitrag leisten, indem er in der Öffentlichkeit, im Verein oder am Stammtisch rechtspopulistischen Aussagen wiederspricht. Rechtspopulismus darf nicht länger salonfähig bleiben – dazu leistet der internationale Tag gegen Rassismus einen hervorragenden Beitrag. Wir GRÜNEN rufen die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an dem Internationalen Tag gegen Rassismus zu beteiligen.“

Zum Hintergrund: Der Internationale Tag gegen Rassismus wurde 1966 erstmalig von den Vereinten Nationen anlässlich des Massakers von Sharpeville am 21.03.1960 ausgerufen. Zunächst hieß er „Internationaler Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“. Dieses Jahr ruft die Türkische Gemeinde Deutschland unter dem Motto „5 vor 12. Handeln. Jetzt.“ zu deutschlandweiten dezentralen Aktionen auf.

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