Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ungebrochen wichtig

Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklären Pia Schellhammer, Sprecherin für Strategien gegen Rechts und Nils Wiechmann, Parlamentarischer Geschäftsführer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„Die Aufklärung über die Taten der Nationalsozialisten bleibt ungebrochen wichtig. Jeder fünfte Jugendliche wusste im letzen Jahr nicht, was mit „Auschwitz“ gemeint ist und was dort passierte. Und in dem in dieser Woche vorgestellten Antisemitismusbericht des von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkreises wird deutlich, dass wir in Deutschland noch immer ein Antisemitismusproblem haben: Bei 20 Prozent der Deutschen ist ein latenter Antisemitismus zu finden. Diese Zahlen sind nicht neu. Die jährlich erscheinende Studie „Deutsche Zustände“ der Universität Bielefeld beschreibt immer wieder das erschreckend hohe Ausmaß an gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die sich gegen Juden, Muslime, Behinderte, Homosexuelle, Geringverdiener und andere Gruppen richtet“, betont Schellhammer.

Wiechmann erklärt: „Es bleibt eine wichtige Aufgabe und unsere Pflicht, den Opfern des Naziregimes zu gedenken und gleichzeitig für eine tolerante Gesellschaft einzutreten, die offen ist für Unterschiede und in der alle Menschen friedlich zusammen leben können. Der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Zum Hintergrund:

Am 27.01.1945 befreiten Soldaten der Sowjetunion die Gefangenen des Konzentrationslager Auschwitz. Der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus nimmt dieses Datum zum Anlass, die Erinnerung an die Opfer des Terrorregimes wach zu halten.

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