FDP kennt Unterschied zwischen Brücke & B9-Umgehung nicht

Anlässlich des unbegründeten Vorwurfs der FDP die GRÜNEN würden die B9-Umgehung in Gefahr bringen, erklärt Pia Schellhammer, Kreisvorstandssprecherin der GRÜNEN Mainz-Bingen und Direktkandidatin im Wahlkreis Nierstein-Oppenheim:

„Die Bedenken der FDP sind völlig unbegründet und zeugen davon, dass sie sich nicht mit den einzelnen Verkehrsprojekten und unserer differenzierten Position beschäftigt hat. Die GRÜNEN in der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim stehen hinter der Umgehungsversion, die gemeinsam mit der Bevölkerung sowie Umweltschützern entwickelt wurde. Derzeit werden vier verschiedene Umgehungslösungen auf Bundesebene geprüft. Wir GRÜNEN bevorzugen die umweltfreundlichere Lösung (Niersteiner Einigung),  die auch vom Gemeinderat in Nierstein einstimmig verabschiedet wurde. Allerdings werden für diese Lösung höhere Kosten erwartet, da eine Teiluntertunnelung geplant ist. Diese höheren Kosten sind für uns gerechtfertigt, da es dabei zu einer geringeren Beeinträchtigung von Mensch und Natur kommen wird“, so die GRÜNE Direktkandidatin.

„Tatsächlich ist es uns ein Anliegen mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern; eine Umgehungsstraße, die Start-Stopp-Anfahrten und den Stau minimiert, hat aber ebenfalls einen positiven Effekt, da das Aufkommen von Abgasen verringert wird. Wir GRÜNE in Rheinhessen sprechen uns lediglich gegen eine Brücke aus, nicht aber gegen die B9-Umgehung. Die FDP hätte sich wenigstens die Zeit nehmen können, diesen Unterschied zu begreifen, aber das geht wohl in ihrem Wahlkampfgetöse unter. Unklar ist jedoch, wie lange die Entscheidung zur Umgehung auf Bundesebene auf sich warten lässt. Schon jetzt wollen wir GRÜNE aber die Verkehrssituation entzerren und folgende Maßnahmen angehen: Eine bessere Taktung des Schienenverkehrs (Umstiegsmöglichkeiten verbessern), mehr Parkplätze an den Bahnhöfen, bessere Busanbindung ins rheinhessische Hinterland, eine günstige 24stündige Fährverbindung, Unterstützung von Carsharing-Modellen und Mitfahrerzentralen. Wir wollen den CO2-Ausstoß und die Lärmbelastung in unserer Region verringern und die Verkehrssituation verbessern“, so Schellhammer abschließend.

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